Reifen

Der optimale Reifendruck ist sehr wichtig. Ist der Druck zu niedrig, erhöht sich der Verschleiß und die nötige Kraftwirkung steigt.
Ist der Druck zu hoch, wird die Federwirkung gemindert. Risse im Reifen weisen auf falschen Luftdruck hin. Zu niedriger Druck erhöht den Verschleiß und erfordert mehr Kraftaufwand.

Am einfachsten überprüfen Sie den Reifendruck mit leichtem Daumendruck. Der Reifen sollte dann leicht nachgeben.
Den empfohlenen Luftdruck entnehmen Sie dem Aufdruck auf der Bereifung. Der angegebene Maximaldruck darf nicht überschritten werden.

Reifenpanne
Überprüfen Sie zuerst das Ventil auf Dichte. Ist das Ventil defekt, muss es ausgetauscht werden.

Bauen Sie das Laufrad aus, indem Sie die Mutter beziehungsweise den Schnellspanner lösen. Lassen Sie die Luft aus dem Schlauch raus. Drücken Sie den Reifen nun gegenüber dem Ventil ins Felgenbett, ziehen ihn in Ventilnähe über den Felgenrand und heben Sie den Reifen dann entlang der Felge über den gesamten Umfang.

Wenden Sie Montierhebel dabei nur vorsichtig an, um Felge, Schlauch oder Reifendecke nicht zu beschädigen. Mit drei Montierhebeln, die Sie im Abstand von je zehn Zentimetern zwischen Felge und Speiche einsetzen, können Sie den Schlauch nun herausnehmen. In einem anschließenden Wasserbad entstehen an der undichten Stelle Blasen. Markieren Sie diese Stelle, trocknen Sie sie ab und flicken Sie sie mit entsprechendem Werkzeug.

Kontrollieren Sie die Felge und die Reifendecke auf Fremdkörper oder scharfe Kanten und Spitzen. Legen Sie den Schlauch ein und ziehen Sie das Ventil durch die Felge. Achten Sie dabei darauf, dass das Felgenband alle Speichennippel bedeckt und das Felgenbandloch mit dem Felgenventilloch übereinstimmt. Nun können Sie die Überwurfmutter (Ventilfelgenmutter) anschrauben. Ziehen Sie sie aber nicht ganz fest.

Pumpen Sie den Schlauch leicht auf und achten dabei darauf, dass keine Falten entstehen oder irgendetwas eingeklemmt ist. Drücken Sie nun mit Daumen und Handballen die Reifendecke über den Felgenrand und stellen Sie sicher, dass die Drahtwülste gleichmäßig anliegen (Abstandsmarkierung zum Felgenrand).Vor dem endgültigen Aufpumpen muss der Reifen seitlich hin und herbewegt werden, damit sich Schlauch und Reifen aufeinander abstimmen. Drücken Sie den Ventilschaft kurz ein, damit der Schlauch von der Reifendecke nicht geklemmt wird.

Achten Sie darauf, dass beim Aufpumpen der erforderliche Reifendruck eingehalten wird. Ziehen Sie die Ventilfelgenmutter fest und bauen Sie das Laufrad wieder ein.

Bitte beachten Sie: Ein geflickter Schlauch ist nur eine Notlösung. Ein neuer Schlauch ist in jedem Fall besser und vor allem sicherer.

Ventile

Blitz  oder Dunlop Ventil
Dieses Ventil wird oft bei City- oder Kinderrädern verwendet. Es sind Ventileinsätze mit Ventilgummi mit dem Nachteil, dass sie sich mühsam aufpumpen lassen. Es ist ratsam Ventile mit Überwurfmuttern einzusetzen. Die Staubkappe sollte man nie vergessen, da das Ventil durch eindringenden Staub undicht wird. (Bild 1)

Sclaverand oder Presta oder Französiches Ventil
Dieses Ventil wird vorwiegend in sportlichen Rädern verbaut. Teile des Ventils können ausgebaut werden. Vor dem Pumpen muss allerdings vorsichtig die Rändelmutter bis zum Anschlag aufgedreht und wieder fest verschlossen werden, damit das Rad dicht bleibt. (Bild 2)

Schraeder oder Auto Ventil
Oft bei Mountainbikes verwendet. Der Ventileinsatz kann bei Markenschläuchen ausgewechselt werden. Der Vorteil dieses Ventil liegt im Aufpumpen. Vorsicht beim Verwenden von Reifenfüllgeräten an Tankstellen. Bei zu hohem Luftdruck kann der Reifen platzen. (Bild 3)
 

Luftpumpe

Für den Fall einer Reifenpanne sollte an jedem Fahrrad zumindest eine gewöhnliche Handpumpe mitgeführt werden. Zum Schutz vor Diebstählen gibt es sowohl abschließbare Versionen, als auch Pumpen, die bequem in Trikottasche oder im Reisegepäck mitgenommen werden können.

Rennräder, die mit mehr als sieben Bar aufgepumpt werden müssen, benötigen Pumpen mit im Durchmesser kleineren Kolben. Diese Pumpen verlangen dem Radfahrer weniger Kraft ab, müssen aber längere Zeit gepumpt werden. Daher ist es immer sinnvoll, wenn zu Hause eine stationäre Pumpe vorhanden ist. Diese pumpt den Reifen deutlich schneller und leichter wieder auf. Außerdem ermöglicht eine oft vorhandene Druckanzeige auch eine exakte Befüllung.



 

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