Lichtanlage

Nachtfahrten ohne Scheinwerfer sind auch ohne andere Verkehrsteilnehmer gefährlich und können zu Unfällen führen. Fahren Sie daher in der Nacht immer mit Licht!

Ein Dynamo läuft mit sechs Volt und drei Watt. Dementsprechend wird auch die Scheinwerferbirne bei sechs Volt und knapp zweieinhalb Watt betrieben. Das Rücklicht besitzt eine niedrigere Helligkeit und kommt nur auf 0,6 Watt. Da die Hersteller noch keine Lösungen für unempfindliche Konstruktionen gefunden haben, ist die Beleuchtung bis heute am häufigsten von Störungen betroffen. Der Schwachpunkt liegt vor allem in der Kabelführung und den elektrischen Kontakten.

Beim Dynamo unterscheidet man zwischen Seitendynamo, Nabendynamo, Speichendynamo und Walzendynamo. Letzterer darf nur von Fachpersonal ausgewechselt werden. Verschlissene Antriebsrollen lassen sich mit einem Gummiaufsatz behelfsmäßig reparieren. Dieser sorgt für die nötige Reibung, ist aber nicht sehr langlebig. Andere Störfälle beim Dynamo lassen sich durch Reinigung beheben. Funktioniert die Lichtanlage nicht, obwohl der Dynamo arbeitet, liegt der Fehler wahrscheinlich in der Kabelführung.

Die Kabelführung sollte immer sehr eng am Rahmen verlaufen, darf allerdings nicht zu stark gespannt sein. Im Idealfall ist das Kabel im Rahmeninneren verlegt, oder durch Isolierband gut abgeklebt. So kommt es gar nicht erst zu Rissen oder Brüchen.

Ob die Kabelführung oder der Dynamo beschädigt ist, lässt sich mit einer Batterie testen. Schließt man die Kabel inklusive der Glühbirne an und das Licht brennt nicht, ist das Kabel kaputt. Leuchtet die Birne, liegt der Fehler am Dynamo. Dieser muss dann ausgetauscht werden.

Ein intakter Scheinwerfer muss auf zehn Meter noch sichtbar sein und auf fünf Meter noch die Hälfte an Strahlkraft besitzen. Das Rücklicht steht immer parallel zur Straßenführung. Schalten Sie einen Dynamo niemals während der Fahrt ein und warten Sie die Befestigung regelmäßig, damit er nicht in die Speichen fällt. Beachten Sie außerdem, dass die Wirkung eines Dynamos bei Nässe nachlässt.
 
Seit November 2006 müssen alle neuen Scheinwerfer nach der 10-Lux-Regelung zugelassen sein. Das bedeutet, dass die hellste Stelle der Lichtkegel mindestens zehn Lux erreichen muss.
 
Elektrische Bauteile dürfen nur durch bauartgeprüfte Teile ersetzt werden. Umfang und Funktion der aktiven und passiven Beleuchtungseinrichtung ist durch die StVZO und der DIN 79 100 vorgegeben.

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