Helme - eine sinnvolle Überlegung

Rund 80 Prozent aller tödlichen Unfallverletzungen auf dem Rad sind auf Verletzungen des ungeschützten Kopfs zurückzuführen. Ein Helm ist daher immer eine sinnvolle Anschaffung, ist seine Hauptaufgabe doch der Schutz des Fahrers bei Stürzen oder Unfällen. Eine Vorschrift, dass Radfahrer einen Helm tragen müssen, gibt es allerdings nicht. Auch nicht bei den mit einem Elektromotor angetriebenen E-Bikes oder Pedelecs.

Ein Fahrradhelm besitzt unterschiedliche Anforderungen, die er erfüllen muss. Am naheliegendsten sind der Durchschlagschutz vor spitzen Gegenständen und die Dämpfung bei einem Aufprall. Damit der Helm aber nicht störend auf den Träger wirkt, muss das Gewicht möglichst gering sein und eine gute Durchlüftung vorliegen. Sehr wichtig ist zudem, dass der Helm nicht verrutscht, gleichzeitig aber keinen Druck auf den Kopf ausübt.
 
Im Laufe der Jahre hat sich in der Materialverwendung und dem Design natürlich sehr viel getan. Eine detaillierte Sicht über das reichhaltige Angebot ist daher fast unmöglich. Wir wollen Ihnen aber dennoch einen kleinen Überblick verschaffen.

Den einfachen Styroporhelm kennen wohl viele noch aus der Schulzeit. Unterschiedlich dicke Pads passen den Helm an die Kopfform an und polstern den Raum zwischen Kopf und Helm gut aus. Je nach Typ ist dadurch eine gute bis mittelmäßige Belüftung gegeben. Die Dämpfung bei diesen Helmen ist dafür umso besser. Einfache Styroporhelme sind eine günstige Alternative, sollten bei einem Sturz aber sofort ausgetauscht werden.

Der mehrschichtige Styroporhelm ist ein wenig kostenintensiver als der einfache Helm. Mit den unterschiedlich nachgiebigen Schichten wird die Dämpfung noch einmal verbessert und die Gefahr minimiert, dass der Helm bei einem Sturz auseinander bricht. Wie auch beim einfachen Styroporhelm ist die Durchschlaggefahr beim mehrschichtigen Styroporhelm höher als bei den anderen Helmvarianten.

Der Mikroshellhelm sorgt mit seinem dünnen Folienüberzug für eine bessere Gleitwirkung, wenn der Radfahrer stürzt. Bei einem Sturz auf Asphalt ist die Folie aber schon nach einigen Metern durchgescheuert. Ansonsten ist der Mikroshellhelm wie ein mehrschichtiger Styroporhelm aufgebaut.

Ein Hartschalenhelm ist mit innen angebrachten Dämpfungsmaterialien ausgestattet. Dadurch wiegt er zwar mehr als die anderen Helmvarianten, bietet aber auch den bestmöglichen Schutz. Als einziger Fahrradhelm hat er einen echten Durchschlagschutz und empfiehlt sich damit vor allem für Mountainbiker. Der Durchschlagschutz wird verringert, je größer die Belüftungsschlitze ausfallen.

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