Das Elektrofahrrad

Das E-Bike benötigt kein Pedaltreten. Es ist ein Selbstfahrer, der per Gasgriff betätigt wird, um die Motorunterstützung zu starten. Es besteht hier Helm- und Zulassungspflicht. Die Bezeichnung E-Bike wird sprachgebräuchlich für alle Elektrofahrräder benutzt.

Akku
Jedes E-Bike besteht aus vier wichtigen Komponenten. Ein am Fahrrad verbauter Elektromotor, der von einem Akku den Strom bezieht, wird über ein Steuergerät vom Fahrer eingestellt. Der wichtigste Teil ist der Akku. Er ist die empfindlichste Komponente und bedarf besonderer Pflege, die entscheidend für seine Lebensdauer ist. Akkus sind in der Regel Lithium-Ionen-Akkus.

Die optimale Lagertemperatur des Akkus liegt je nach Typ bei fünf bis 25 Grad. Der Lagerplatz sollte stets trocken und frei von Hitze- oder Sonneneinstrahlung sein.  Im Winter muss darauf geachtet werden, dass der Akku nicht in zu kalten Räumen aufbewahrt wird. Ansonsten kann sich durch die Kälte und der Selbstentladung der Akku soweit leeren, dass eine Reaktivierung nicht mehr möglich ist. Aus demselben Grund müssen die Akkus zusätzlich alle drei Monate aufgeladen werden. Die Akkuladezeit beträgt je nach Hersteller-Ladegerät und Akku-Ladung zweieinhalb bis elf Stunden. Zum Aufladen müssen die genauen Hinweise des Herstellers beachtet und die originalen Ladegeräte verwendet werden. Nach sechs bis acht Jahren beziehungsweise nach 900 bis 1000 Ladungen sind Akkus verschlissen. Erste Ermüdungserscheinungen treten schon nach 500 Ladezyklen auf.
Achtung! Alte Batterien NIE im Hausmüll entsorgen!

Motoren
E-Bikes und Pedelecs nutzen unterschiedliche Motoren:

Frontmotoren haben eine gute Gewichtsverteilung. Das Vorderrad kann das Gesamtgewicht problemlos ziehen und die beliebte Rücktrittbremse, sowie verschiedene Schaltungsarten können eingebaut werden.

Heckmotoren besitzen eine sehr hohe Traktion. Er zieht schnell an und bietet eine sportliche Fahrweise. Eine Rücktrittbremse ist nicht möglich. Der Heckantrieb findet sich vorwiegend in sportiven Elektrofahrrädern wieder.

 
Der Centermotor oder Mittelmotor konzentriert dagegen sein Gewicht auf die Mitte des Rades und bietet damit einen tiefen Schwerpunkt. Verkabelungen im Rad sind nicht nötig. Dadurch kann es mit viel Gepäck beladen werden. Ungünstig sind ein hoher Kettenverschleiß und ein längerer Radabstand.


 Begriffserklärung

  • Ampere: Die Elektrische Einheit für Stromstärke heißt „Ampere“ und wird mit einem „A“ angegeben.
  • Amperestunden: Ist die Einheit für elektrische Ladung. Sie gibt an, welche Stromstärke dem Akku über einen Zeitraum von einer Stunde entnommen werden kann. Amperestunden werden mit „Ah“ angegeben.
  • Volt: Ist die elektrische Einheit für Spannung [V].
  • Drehmoment: Die physikalische Einheit „Newtonmeter“ wird in „NM“ angegeben. Sie beziffert die Kraft, die ein um die Achse drehbare Körper – hier das Rad – multipliziert mit ihrem Abstand zur Drehachse. Das Drehmoment kann unter Anderem die Drehung des Laufrads beschleunigen.
  • Kraftsensor: Hier wird über die Tretlagerachse oder die Hinterradachse die vom Fahrer in den Antrieb gebrachte Kraft festgestellt. Über so genannte Dehnmessstreifen misst ein Sensor die Kraft und gibt die Daten an den Fahrradcomputer weiter.
     
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